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20. Januar 2017

Ein Tag in Köln: Die imm cologne 2017

Begeisterung und die Enttäuschung auf den ersten Blick

Regal als Raumteiler mit Durchblick: Transparenz auf der Möbelmesse 2017

Transparenz zum Durchschauen

Gerade begonnen, fast schon wieder vorbei: Messen sind flüchtig aber wichtig. Sie bringen in kurzer Zeit so viele Eindrücke, Erkenntnisse und Kontakte. Das trifft ganz besonders auf die Internationale Möbelmesse 2017 in Köln zu. Mit der Livingkitchen an Bord zeigt die Messe in diesem Jahr wieder den Überblick über wirklich alles, was die Möbelwelt zu bieten hat. Dabei dominieren nicht die großen Namen und Marken – es gibt reichlich Raum für Vielfalt, die Lust auf Interior Design und modernes Einrichten macht.

Trend oder nicht Trend?

Mit dem Trend ist es ja so eine Sache. Eigentlich sind die Präsentationen so vielfältig, dass es kaum gelingt, einen echten Trend auszumachen. Noch dazu entwickeln sich unterschiedliche Segmente unterschiedlich schnell. Während die Küche neue Trends oft schnell aufnimmt, brauchen sie bei den Schlafmöblern vielleicht etwas länger. Hinzu kommt, dass Trends höchst subjektiv empfunden werden. Es kommt halt sehr darauf an, wie nah man dem jeweiligen Markt ist.

Mir sind drei Dinge in diesem Jahr besonders aufgefallen:

  • Matte Farben
  • Transparenz
  • Technik

Ich habe sehr viel Farbe gesehen. Und insbesondere im hochwertigen Bereich zeigen die Hersteller vor allem matte Farben und haben die leuchtende Farbakzente und starken Kontraste abgelöst. Auch wenn Farbe natürlich immer und überall ein zentrales Gestaltungselement ist, hatte ich den Eindruck, dass viel bewusster damit gearbeitet wird, dass Farbakzente genau akzentuiert und immer mit Rücksicht auf Design und Architektur ausgewählt werden.

Besonders beeindruckt hat mich, wie der Küchenmöbelhersteller Leicht seine neuen Ideen zum Thema Farbe umsetzt. Leicht präsentierte auf der imm cologne Les Couleurs Le Corbusier als grundlegendes Konzept seines Interior Designs und der neuen Küchen. Sehenswert.

 

Möbel zum Reinschauen und Durchschauen

Transparenz ist das nächste, wichtige und bestechend attraktive Thema. Dass Glas ein tolles Material für alle Wohnbereiche ist, war lange klar. Inzwischen kann man aber nicht nur in Schränke hineinschauen oder sie von innen zum Leuchten bringen. Man kann hindurchschauen, teilweise hineinschauen oder durch den Schrank auch wieder nach aussen schauen. Alles unnötig? Mitnichten. Die Transparenz gibt den Möbeln eine wunderbare Leichtigkeit und lässt den guten alten Raumteiler in ganz neue Rollen schlüpfen. Kam der in den 80er Jahren schwer, massiv und zugestellt daher, lässt sich das Möbel als Raumteiler so gut wie neu erfinden. Heute steht es immer noch frei im Raum, aber es zieht Blicke auf sich und sieht so unwiderstehlich toll aus, dass es gar nicht interessiert, ob und was man denn hineinstellen könnte. Hauptsache das Möbel steht da und sieht gut aus!

Und da kommen wir direkt zum letzten Trend, Technik! Inzwischen steckt so unendlich viel Technik im Möbel. Das geht von minimal kleinen Scharnieren (das sind die für die tolle Transparenz), über intelligente Beleuchtung bis zum fernbedienbaren Relax-Sessel für jedes Alter und jeden Einrichtungsstil. Nicht zu vergessen natürlich die elektronischen Assistenten, die bereits eingebaut oder als kommunikationsfreudiger Mini-Roboter das Leben und besonders häufig das Kochen leichter machen.

Höchste Zeit, dass ein Stück vom neuen Wohnen in jedes Zuhause einzieht, oder was meinen Sie?

Und dann war da noch: Das Haus

Im letzten Jahr war ich begeistert, wie Sebastian Herkner seine Sicht auf das Wohnen in der Simulation Das Haus umgesetzt hatte. Mit dieser Begeisterung im Kopf habe ich mich dieses Jahr auf die Studie von Todd Bracher eingelassen und war, zugegeben, sehr enttäuscht. Wo im letzten Jahr raffinierte Details und unkonventionelle Perspektiven in jedem Raum Überraschungen sorgten, gab es in diesem Jahr (fast) nur einen großen, weiten Raum und eine ganz andere Philosophie. Das war nicht meins.

Das Haus von Todd Bracher zeigt eine zeitkritische Vision des Wohnens

Das Haus 2017 von innen

Auf den zweiten Blick hilft mir meine Enttäuschung auf die Sprünge. Es lohnt sich doch, sich auch im Kopf immer wieder neu mit dem Wohnen und Leben zu beschäftigen. Hat Todd Bracher mit seiner Reduktion auf das Wesentliche und der Befreiung von vielem Überflüssigen beim Wohnen vielleicht geraden den Denkprozess angestossen, der ihm wichtig ist. Wie wäre es, wenn wir uns nur mit Dingen umgeben, die wir wirklich brauchen? Wie würde unser Zuhause aussehen und würden wir uns dort wohlfühlen? Spannende Fragen. Ich muss neu nachdenken …

 

Wer jetzt Lust auf Interior Design, Möbel und Wohnen bekommen hat, der kann imm cologne und Livingkitchen noch bis zum 22. Januar besuchen. Die Publikumstage am Samstag und Sonntag halten zum ersten Mal auch eine Besonderheit bereit: Eine Halle lädt nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Shoppen ein. Dort entsteht auf Einladung der Messe und in Zusammenarbeit mit blickfang ein „Designers Market“ ein Shop zum Einkaufen und sofort schöner wohnen.

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Allgemein, Messe

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